Immer diese Jugend ;-)

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Die Jugend liebt heute den Luxus, sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und plaudert, wo sie arbeiten sollte. Sie verschlingt bei Tisch die Speisen, legt die Beine übereinander und tyrannisiert die Eltern.
Sokrates, 470-399 v.Ch.

Die Jugend gehorcht hauptsächlich körperlichen Bedingungen, unter denen das sinnliche Vergnügen eine besondere Rolle spielt. Allerdings dominiert auch das Ringen nach sozialer Stellung durch den Drang nach Überlegenheit. Dabei ist Jungend großmütig, weil sie vom Leben noch nicht gedemütigt worden ist und sie ist voll Hoffnung, weil sie noch nicht enttäuscht wurde. Sie wird durch Konvention erzogen, nicht durch eigene Lebenserfahrung. Jugend zieht die Gesellschaft Gleichaltriger allem anderen Umgang vor. Für die Jugend ist die Zukunft lang und die Vergangenheit kurz. Sie beurteilt nichts auf die Nützlichkeit hin. Alle ihre Irrtümer sind auf Übertreibungen zurückzuführen.
Aristoteles, 384-322 v.Ch.

Ist nicht ein Großteil unserer Jugend so: Voll wilder Begierden springen sie, schlagen aus, laufen zügellos umher und haben für ihre Pflichten nicht den nötigen Ernst? Die Schuld an diesen Unordnungen trifft die Väter. Ihre Söhne vernachlässigen sie in der Regel und kümmern sich nicht darum, wenn sie sich zügel- und sittenlos umher treiben und durch Unzucht, Würfelspiel und gottlose Theaterstücke sich selbst entwürdigen.
Johannes Chrysostomus, 390 n.Ch.

Ich selbst bin in letzter Zeit von soviel Eltern um Rat gefragt worden, die bekennen, dass sie nicht mehr wissen, wie sie ihre Kinder erziehen sollen; und die frühe Verderbnis der Jugend ist jetzt eine so allgemeine Klage geworden, dass es angebracht erscheint, diese Frage öffentlich zur Diskussion zu stellen und Vorschläge zur Besserung zu machen.
John Locke, 1690

Die deutsche Jugend ist völlig bindungslos, amoralisch und ohne Glauben. Ungeführt und bar jeglicher Motive ist sie den Verlockungen der Hysterie und Absurdität ausgesetzt. Sie empfindet keinerlei Loyalität, weder gegenüber sich selbst noch gegenüber der Gesellschaft. Sie ist wahrhaft nihilistisch. Wir werden einst von ihr hören, und es werden keine guten Nachrichten sein.
Erich Fromm, 1964


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